(ORF) – Österreichs Gemeinden sind stark verschuldet. Jede zweite Gemeinde weist bereits ein Haushaltsdefizit auf. Insgesamt haben die rund 2.400 Gemeinden mehr als 11 Mrd. Euro Schulden. Alle Gemeinden zusammengerechnet nehmen im Jahr rund 12,5 Mrd. Euro ein. Dem stehen Ausgaben von 12,1 Mrd. Euro gegenüber. Den Großteil der Einnahmen bekommen die Gemeinden über den Finanzausgleich vom Bund. Wegen der Wirtschaftskrise hat der Bund im letzten Jahr allerdings weniger Steuern eingenommen, was einen Ausfall von etwa 300 Mio. Euro für die Kommunen bedeutet. Die Pro-Kopf-Verschuldung ist in Niederösterreich mit knapp 2.300 Euro je Gemeindebürger am höchsten.