Im Jahr 2011 waren laut Statistik Austria 1,097 Mio. bzw. 31 % der unselbständig Erwerbstätigen atypisch beschäftigt, das heißt, sie haben in Teilzeit, geringfügig, in Leiharbeit oder mit einem freien Dienstvertrag gearbeitet. Im Zuge der Wirtschaftskrise bzw. im Zeitraum von 2008 bis 2011 nahm die Zahl der unselbständig Beschäftigten insgesamt leicht zu (+46.000), die Anzahl der Normalarbeitsverhältnisse (Erwerbstätige ohne atypische Beschäftigung) ging jedoch zurück (-51.000). Die markantesten geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich atypischer Beschäftigungsformen zeigen sich bei der Teilzeitarbeit (Männer: 7,6 %, Frauen: 44,5 %). Insgesamt waren 69 % der unselbständig Erwerbstätigen 2011 über ein Normalarbeitsverhältnis beschäftigt, hatten also eine unbefristete Vollzeitanstellung, die kein Leiharbeitsverhältnis ist. Bei Männern stellen Normalarbeitsverhältnisse mit 86 % tatsächlich den Normalfall dar; bei Frauen ist nur jede Zweite (51%) innerhalb eines Normalarbeitsverhältnisses beschäftigt. Atypische Beschäftigungsformen treten vermehrt am Beginn und Ende der Erwerbslaufbahn auf. Sie finden sich, wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung, in jeder Bildungskategorie. So entfallen knapp drei Viertel aller Leiharbeitsverhältnisse auf Personen mit Pflichtschul- oder Lehrabschluss. Bei Universitätsabsolventen spielt Leiharbeit dagegen keine Rolle; sie stehen allerdings rund doppelt so oft in befristeten Arbeitsverhältnissen (11 %) wie der Gesamtdurchschnitt der unselbständig Erwerbstätigen (6 %), so die Statistik Austria.