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Monday, March 12. 2012
Der OGH hat kürzlich entschieden, welche Rechtsfolgen es nach sich zieht, wenn in der Vereinbarung über einen Ausbildungskostenrückersatz die konkrete Höhe der Ausbildungskosten vom Arbeitgeber nicht angegeben wurde: Eine „Vorwegvereinbarung“ (hier im Dienstvertrag), in der sich der Arbeitnehmer zum Rückersatz von Ausbildungskosten verpflichtet, ohne die konkrete Höhe dieser Ausbildungskosten zu kennen, ist rechtsunwirksam. Dies führte im gegenständlichen Fall dazu, dass der Arbeitnehmer, der vorzeitig ausschied, dem Arbeitgeber die Ausbildungskosten nicht zurückbezahlen musste (OGH 21. 12. 2011, 9 ObA 125/11i). in einem Beitrag in der Märzausgabe der PV-Info setzt sich Mag. Judith Morgenstern ausführlich mit dieser Entscheidung auseinander und präsentiert eine Checkliste, die Arbeitgeber vor Abschluss einer solchen Rückzahlungsvereinbarung berücksichtigen sollten.
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Wednesday, March 7. 2012
Die Unterlassung der Anmeldung eines Dienstnehmers zur Sozialversicherung vor Arbeitsantritt („Mindestangaben-Meldung“) hat gem. § 113 Abs. 1 Z 1 ASVG die Vorschreibung von Beitragszuschlägen zur Folge. Deren Höhe ist nach einer unmittelbaren Betretung des Dienstnehmers in zwei Teilbeträgen, nämlich für die gesonderte Bearbeitung und den Prüfeinsatz, zu bemessen. In einer aktuellen Entscheidung hat der VwGH über die Rechtzeitigkeit einer Meldung bei fehlgeschlagenem Versuch der Übermittlung per Fax sowie die Voraussetzungen für den Entfall bzw die Herabsetzung der Beitragszuschläge entschieden (VwGH 21. 12. 2011, 2008/08/0201). In einem Beitrag in der Märzausgabe der PV-Info bespricht Dr. Andreas Gerhartl diese Entscheidung.
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Thursday, March 1. 2012
Laut Aussendung des BMASK waren Ende Februar 2012 in Österreich 380.460 Menschen ohne Arbeit. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet dies eine Zunahme um 5,2 %. Gleichzeitig stieg die Zahl der Beschäftigten um 60.000 auf über 3,3 Mio. Von den Menschen, die derzeit keine Arbeit haben, sind 310.064 (+6,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat) als Arbeitslose registriert (199.274 Männer und 110.790 Frauen), 70.396 nehmen an Schulungen teil (+1,3 %). Laut der österreichischen Berechnungsmethode beträgt die Arbeitslosenquote 8,4 %. Die Anzahl der arbeitslosen Jugendlichen (15 bis 24 Jahre) ist im Februar gegenüber dem Vergleichsmonat um 2.465 auf 45.240 gestiegen (+5,8 %). Dabei ist die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen (19 bis 24 Jahre) um 7,7 % gestiegen, jene der Jugendlichen bis 19 um 1,3 % gefallen. Überdurchschnittlich signifikante Steigerungsarten gab es im Februar in der Leiharbeiter-Branche (+12,9 %) und in der Bau-Branche (+9,2 %) sowie allgemein bei Ausländern (+14 %), Behinderten (+13,2 %) und den Über-50-Jährigen (+10,3 %). Bundesländerweise sind die Steiermark (+9,4 %), Salzburg (+8,7 %) und Tirol (+8,5 %) vom Anstieg der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffen. In Vorarlberg dagegen ging die Arbeitslosenzahl leicht zurück (–0,8 %). Die aktuellen Arbeitsmarktdaten sind zum Teil witterungsbedingt, spiegeln nach Experteneinschätzung jedoch auch einen Einbruch der heimischen Konjunktur wider.
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Tuesday, February 28. 2012
Aufbewahrungsfristen sollen sicherstellen, dass die für die Beurteilung abgabenrechtlicher Pflichten und arbeitsrechtlicher Ansprüche erforderlichen Unterlagen zumindest so lange zur Verfügung stehen, wie die zugrunde liegenden Rechte und Pflichten noch nicht verjährt sind. Insofern besteht eine enge Verknüpfung zwischen Aufbewahrungsfristen und Verjährungsfristen. In der Februar-Ausgabe der PV-Info stellt Hannelore Ortner die in der jeweiligen Materie (Abgabenrecht, Arbeitsrecht, Abfertigung alt, Dienstzeugnis, Lohn- bzw. Gehaltspfändung) zu beachtenden Vorgaben in einem gelungenen Überblick vor.
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Wednesday, February 22. 2012
Die Gewerkschaft der Privatangestellten berichtet, die Kollektivvertragsverhandlungen mit der Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe (BAGS) mit folgendem Ergebnis abgeschlossen zu haben: Erhöhung der kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter um 3,4 %; Erhöhung der Ist-Löhne und -Gehälter um 3,2 %; Erhöhung der Zulagen um 3,4 %; Erhöhung der Ist-Zulagen um 3,2 %; Arbeitnehmer, welche im Auftrag des Arbeitgebers ihr Privatfahrzeug für Dienstfahrten benutzen, erhalten ab 1. 1 2013 das amtliche Kilometergeld; ab 1. 2. 2012 können Eltern- bzw. Familienhospizkarenzzeiten bis zu einem Höchstausmaß von 12 Monaten auf das Gehaltsschema angerechnet werden. Der neue Kollektivvertrag gilt ab 1. 2. 2012 und hat eine Laufzeit von 12 Monaten.
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Monday, February 20. 2012
Ein Lohnzettel ist für alle am Ende des Kalenderjahres 2011 beschäftigten Arbeitnehmer vorzulegen. Die Lohnzettel sind elektronisch via ELDA bis spätestens Ende Februar 2012 zu übermitteln. Die Höhe der Beitragsgrundlage und die Art der Beitragsabrechnung wirken sich nicht auf die Verpflichtung zur Lohnzettelübermittlung aus. Auch für geringfügig Beschäftigte und für Versicherte in Vorschreibebetrieben sind Lohnzettel fristgerecht zu erstatten. Werden Lohnzettel (auch unterjährige) nicht oder verspätet übermittelt, kann der Krankenversicherungsträger mittels Bescheides Beitragszuschläge (bis zum Zehnfachen der täglichen Höchstbeitragsgrundlage) verhängen (Quelle: NÖDIS Nr. 2/Februar 2012).
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Wednesday, February 15. 2012
Vorlagefrist Beitragsnachweisungen für Februar 2012:
– für Beitragskonten mit Abbuchungsauftrag: 12. 3. 2012;
– für Beitragskonten ohne Abbuchungsauftrag: 15. 3. 2012.
Übermittlung Schwerarbeitsmeldungen für 2011: bis 29. 2. 2012.
Meldung der Lohnzettel für 2011:
– Meldung der elektronischen Jahreslohnzettel mittels ELDA: bis 29. 2. 2012.
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Monday, February 13. 2012
Der Zeitpunkt der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses und der Zeitpunkt der Ausstellung eines Dienstzeugnisses klaffen häufig (unter Umständen weit) auseinander. Der OGH hat nunmehr entschieden, welches Datum in einem derartigen Fall im Dienstzeugnis als Ausstellungsdatum anzuführen ist. Entsprechend dem allgemeinen Grundsatz der Zeugniswahrheit ist stets das Datum des tatsächlichen Ausstellungstages im Zeugnis anzuführen. Grundsätzlich sind Vor- und Rückdatierungen demnach unzulässig (OGH 25. 11. 2011, 9 ObA 127/11h). Nähere Einzelheiten zu diesem Urteil sowie Hinweise für die betriebliche Praxis bringt Dr. Andreas Gerhartl in einer Entscheidungsbesprechung in der Februar-Ausgabe der PV-Info.
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Thursday, February 9. 2012
Die Gewerkschaft der Privatangestellten berichtet vom Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen für das Güterbeförderungsgewerbe mit dem folgenden – ab 1. 1. 2012 wirksamen – Ergebnis: Erhöhung der KV-Gehälter um 3,6 %; Errichtung einer Arbeitsgruppe zur Überarbeitung des Kollektivvertrages und der Gehaltstafeln.
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Tuesday, February 7. 2012
Für das Berichtsjahr 2011 müssen Unternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern gemäß § 11a GlBG einen unternehmensbezogenen Einkommensbericht bis Ende März 2012 an den Betriebsrat übermitteln; in betriebsratslosen Betrieben besteht Auflagepflicht (vgl. Gerhartl, PV-Info 2/2011, 17; H. Ortner, PV-Info 4/2011, 11).
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